Prien am Chiemsee
Viele Ideen für ein gemeinsames Ausdauerprojekt wurden im Sinne eines Projektmanagements diskutiert und analysiert, aber die Zugspitze mit ihren 2962 Metern überragte sie schließlich alle: die zwölf Schüler des Projektseminars wollten auf das Dach Deutschlands. Mit Risikomanagement und bestmöglicher Planung begann das Abenteuer längst vor der eigentlichen Zweitagestour. Die heimischen Bergen lieferten das Trainingsgelände und boten einen Vorgeschmack auf das „Länger, Höher, Weiter“ der Zugspitze am 24. und 25. Juni. Nach Anreise mit dem Zug ging es direkt vom Bahnhof Garmisch zu Fuß 20 Kilometer und 850 Höhenmeter an der Partnach entlang tief hinein in das Reintal. Der Weg über das Reintal ist die technisch leichteste, aber längste Route auf die Zugspitze. Übernachtet wurde auf der Reintalangerhütte als vorgeschobenes „Basecamp“ für den Gipfeltag. Temperaturen jenseits der 30 Grad machten den Gipfelanstieg von 1600 Höhenmetern besonders anstrengend. Umso größer war die Freude über den gemeinsamen Gipfelerfolg, ohne dabei die Gipfelbahn vom „Sonnalpin“ auf 2600 Metern als Reißleine zum Verzicht des letzten technisch anspruchsvollesten Drittels des zweiten Tages in Anspruch genommen zu haben. Die Tour wird in Erinnerung bleiben. Bericht und Bilder: M. Böswald Bild von links nach rechts: Lucas Höhensteiger, Josef Hügel, Kristian Mantic´, Maximilian Unterberger, Lukas Bugla, Tobias Püschel, Florian Möderl, Benito Maier, Martin Böswald (Lehrer), Felix Gimple, Peter Mayer und Anton Melzner.
Am Dienstag, den 16. Juni 2026, ist die katholische Religionsgruppe der 8de von Frau Riethmüller ins Eichental gepilgert. Dort hatten sie bei schönem Wetter in der wundervollen Natur einen inspirierenden Gottesdienst zum Thema „Wasser“. Hierbei wurde von den einzelnen Schülergruppen, bestehend aus 2-4 Schülern, jeweils ein Impuls vorbereitet. Egal ob Meditation, Taizee-Gesang, Gebet oder Musik - alle haben einen schönen Beitrag zum gemeinsamen Gottesdienst geleistet und genossen. Den Schlussbeitrag leisteten dann die beiden externen tierischen Gottesdienstbesucher:)
Unter dem Motto "Hoffnung durch Handeln" kamen rund 1.150 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte aus knapp 160 bayerischen Schulen auf dem Day of Hope in München zusammen. Sie gehören zu insgesamt 688 Schulen, die sich im vergangenen Schuljahr für mehr Nachhaltigkeit in ihrer Schulgemeinschaft eingesetzt und hierfür bereits im Herbst 2025 die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ erhalten haben. Im Rahmen des Festakts sprachen der Bayerische Staatsminister für Umwelt- und Verbraucherschutz Thorsten Glauber und der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer allen 688 ausgezeichneten Umweltschulen ihre Anerkennung aus. Für das LTG als jahrzehntelange Umweltschule und jetziger Bewerber für die Klimaschule sind Vertreter der UmweltAG zu diesen Feierlichkeiten nach München ins Werksviertel gefahren und haben dort einen spannenden Tag, inklusive einer vergünstigten Aktionsfahrt mit dem Riesenrad, verbracht. Auf dem Markt der Möglichkeiten präsentierten Umweltschulen ihre Projekte und zeigten, wie die vielen Beiträge Einzelner gemeinsam eine große Wirkung entfalten. Für die Schülerinnen, Schüler und Lehrerkräfte bot der Tag zudem die Gelegenheit zum Austausch sowie für neue Ideen und Inspiration. Denn zahlreiche Initiativen luden dazu ein, mehr über das Thema Nachhaltigkeit zu erfahren und selbst aktiv zu werden. So kann die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft wachsen und Zuversicht entstehen.
Schulübergreifend ergibt länderübergreifend... Am 17.6.26, dem ehemaligen Tag der deutschen Einheit, erhielt das LTG Besuch aus Roubaix, einer französischen Stadt, die im nordfranzösischen Ballungsraum Lille an der Grenze zu Belgien liegt. Im Rahmen eines europäischen Erasmus-Projekts, welches vom Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg organisiert wurde, besuchten vor einigen Monaten zuerst zwei Lehrerinnen aus Trostberg - darunter Frau Carolin Seidel, eine ehemalige LTG-Kollegin - zum "job-shadowing" eine Woche lang das "Collège Privé Catholique Saint-Exupéry", um dort das Schulsystem kennenzulernen und Anregungen mit heimzunehmen. Der Gegenbesuch fand nun im Juni statt: Zwei Lehrerinnen für Französisch und Medien/Bibliothek und ein Lehrer für Englisch aus Roubaix kamen nach Trostberg mit einer Handvoll Schüler im Gepäck. Da das Trostberger Gymnasium zurzeit renoviert wird, bot Herr Seidel an, doch mit den französischen Gästen einen Tag lang das frisch renovierte LTG und insbesondere unsere Bibliothek zu besichtigen, da eine der Lehrerinnen auch Bibliothekarin in ihrer Schule ist. Gleich in der Früh wurden die französischen Gäste von unserem Schulleiter Herr Hoff begrüßt, worauf eine Führung durch unsere Schule folgte. Frau Hügel stellte zusammen mit Frau Niedhammer die Bibliothek vor und diskutierte die unterschiedlichen Medienkonzepte bei uns im Vergleich zur französischen Schule. In der großen Pause nutzten viele Kollegen von uns die Kommunikationsmöglichkeit mit französischen Native Speakern und konnten sich am Ende der Pause kaum trennen... Es folgten Hospitationen in einigen Unterrichtssstunden: In Französisch in der 9d bei Frau Dollinger kamen die Franzosen ins direkte Gespräch mit den Schülern, in Englisch in der 6e bei Frau Binz lernten die Schüler, dass Englisch als Universalsprache sogar hilfreich ist, um sich mit Franzosen zu unterhalten. Einblicke in Informatik mit der 10c bei Herrn Thiele beeindruckten mit der softwaretechnischen Kompetenz der Schüler und auch der Englisch-LK bei Frau Almer gefiel unseren Gäste sehr. Man muss dazu sagen, dass das französische Collège nur Schülerinnen und Schüler bis zu unserer Mittelstufe unterrichtet. Besonders nachdrücklich wirkte aber unsere Medienausstattung in den Klassenzimmern mit digitalen Displays und Audioanlagen, unsere saubere und helle Schule, die reich ausgestatteten PC-Räume, die bequemen Sitzecken in der Bibliothek - unsere freundlichen und kompetenten Schülerinnen und Schüler und nicht zuletzt die vielen Kolleginnen und Kollegen, die unsere Gäste sehr freundlich aufnahmen! Nach einem Mittagessen in unserer Schulmensa standen dann das Mini-Versailles auf der Herreninsel und ein Abendessen in Gstadt mit Trostberger Lehrern auf dem Programm. Ein Tag, der nicht nur der Völkerverständigung wertvolle Dienste geleistet, sondern auch unser Schulleben sehr bereichert hat! Herzliche Grüße nach Roubaix! K. Seidel
Alle 5. Klassen konnten einen Tag lang unterschiedliche Sportarten ausprobieren.
… hingen Jonas Rüsseler und Valentin Rogge aus der 10a während der letzten Chemie-Übungsstunde… Nein – nicht wirklich - denn erstens war der Faden nicht aus einem natürlichen Polyamid (Seide), sondern aus einem künstlich hergestellten Polyester (Citronensäure-Glycerin-Polyester) und zweitens hingen die beiden nicht am Faden, sondern sie zogen den Faden mit einem Holzstab aus einer Petrischale in die Höhe. Doch an diesem hauchdünnen Faden zogen sie ziemlich lange – und stellten damit den inoffiziellen Polyesterfaden – Schulrekord von über 2 Metern Länge auf. Übrigens kann man den Citronensäure-Glycerin-Polyester, wie ein Schüler aus Freiberg im Jahre 2010 bei „Jugend forscht“ herausgefunden hat, sehr gut als Klebstoff für Papier verwenden. Er ist ungiftig, wasserlöslich und die Ausgangsstoffe sind aus natürlichen Ressourchen relativ einfach zu gewinnen - Glycerin wird bei der Seifenherstellung und der Biodieselgewinnung frei, Citronensäure lässt sich einfach und preiswert biotechnologisch herstellen. Vielleicht steigen Jonas und Valentin ja in die umweltfreundliche Klebstoff-Herstellung ein… zur Umweltschule LTG würde das gut passen! Bericht und Bilder: Thomas Rettelbach