Prien am Chiemsee
Schulübergreifend ergibt länderübergreifend... Am 17.6.26, dem ehemaligen Tag der deutschen Einheit, erhielt das LTG Besuch aus Roubaix, einer französischen Stadt, die im nordfranzösischen Ballungsraum Lille an der Grenze zu Belgien liegt. Im Rahmen eines europäischen Erasmus-Projekts, welches vom Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg organisiert wurde, besuchten vor einigen Monaten zuerst zwei Lehrerinnen aus Trostberg - darunter Frau Carolin Seidel, eine ehemalige LTG-Kollegin - zum "job-shadowing" eine Woche lang das "Collège Privé Catholique Saint-Exupéry", um dort das Schulsystem kennenzulernen und Anregungen mit heimzunehmen. Der Gegenbesuch fand nun im Juni statt: Zwei Lehrerinnen für Französisch und Medien/Bibliothek und ein Lehrer für Englisch aus Roubaix kamen nach Trostberg mit einer Handvoll Schüler im Gepäck. Da das Trostberger Gymnasium zurzeit renoviert wird, bot Herr Seidel an, doch mit den französischen Gästen einen Tag lang das frisch renovierte LTG und insbesondere unsere Bibliothek zu besichtigen, da eine der Lehrerinnen auch Bibliothekarin in ihrer Schule ist. Gleich in der Früh wurden die französischen Gäste von unserem Schulleiter Herr Hoff begrüßt, worauf eine Führung durch unsere Schule folgte. Frau Hügel stellte zusammen mit Frau Niedhammer die Bibliothek vor und diskutierte die unterschiedlichen Medienkonzepte bei uns im Vergleich zur französischen Schule. In der großen Pause nutzten viele Kollegen von uns die Kommunikationsmöglichkeit mit französischen Native Speakern und konnten sich am Ende der Pause kaum trennen... Es folgten Hospitationen in einigen Unterrichtssstunden: In Französisch in der 9d bei Frau Dollinger kamen die Franzosen ins direkte Gespräch mit den Schülern, in Englisch in der 6e bei Frau Binz lernten die Schüler, dass Englisch als Universalsprache sogar hilfreich ist, um sich mit Franzosen zu unterhalten. Einblicke in Informatik mit der 10c bei Herrn Thiele beeindruckten mit der softwaretechnischen Kompetenz der Schüler und auch der Englisch-LK bei Frau Almer gefiel unseren Gäste sehr. Man muss dazu sagen, dass das französische Collège nur Schülerinnen und Schüler bis zu unserer Mittelstufe unterrichtet. Besonders nachdrücklich wirkte aber unsere Medienausstattung in den Klassenzimmern mit digitalen Displays und Audioanlagen, unsere saubere und helle Schule, die reich ausgestatteten PC-Räume, die bequemen Sitzecken in der Bibliothek - unsere freundlichen und kompetenten Schülerinnen und Schüler und nicht zuletzt die vielen Kolleginnen und Kollegen, die unsere Gäste sehr freundlich aufnahmen! Nach einem Mittagessen in unserer Schulmensa standen dann das Mini-Versailles auf der Herreninsel und ein Abendessen in Gstadt mit Trostberger Lehrern auf dem Programm. Ein Tag, der nicht nur der Völkerverständigung wertvolle Dienste geleistet, sondern auch unser Schulleben sehr bereichert hat! Herzliche Grüße nach Roubaix! K. Seidel
Alle 5. Klassen konnten einen Tag lang unterschiedliche Sportarten ausprobieren.
… hingen Jonas Rüsseler und Valentin Rogge aus der 10a während der letzten Chemie-Übungsstunde… Nein – nicht wirklich - denn erstens war der Faden nicht aus einem natürlichen Polyamid (Seide), sondern aus einem künstlich hergestellten Polyester (Citronensäure-Glycerin-Polyester) und zweitens hingen die beiden nicht am Faden, sondern sie zogen den Faden mit einem Holzstab aus einer Petrischale in die Höhe. Doch an diesem hauchdünnen Faden zogen sie ziemlich lange – und stellten damit den inoffiziellen Polyesterfaden – Schulrekord von über 2 Metern Länge auf. Übrigens kann man den Citronensäure-Glycerin-Polyester, wie ein Schüler aus Freiberg im Jahre 2010 bei „Jugend forscht“ herausgefunden hat, sehr gut als Klebstoff für Papier verwenden. Er ist ungiftig, wasserlöslich und die Ausgangsstoffe sind aus natürlichen Ressourchen relativ einfach zu gewinnen - Glycerin wird bei der Seifenherstellung und der Biodieselgewinnung frei, Citronensäure lässt sich einfach und preiswert biotechnologisch herstellen. Vielleicht steigen Jonas und Valentin ja in die umweltfreundliche Klebstoff-Herstellung ein… zur Umweltschule LTG würde das gut passen! Bericht und Bilder: Thomas Rettelbach
Ein Blick hinter die Kulissen von Wissenschaft und Technik – speziell für Schülerinnen: Genau das hat uns das empowerMINT-Projekt der TH Rosenheim versprochen. In diesem Bericht möchten wir unsere Zeit in diesem Programm Revue passieren lassen und Einblicke in unsere Erfahrungen geben. Dabei geht es nicht nur um die fachlichen Inhalte, sondern auch um praktische Erfahrungen, neue Perspektiven und viele Eindrücke, die wir während des Projekts sammeln konnten. Unser Ziel ist es zu zeigen, wie uns dieses Programm einen spannenden Zugang zur Welt der MINT-Fächer außerhalb des Schulalltags eröffnet hat. Das empowerMINT-Programm richtet sich gezielt an Schülerinnen und ermöglicht Einblicke in verschiedene MINT-Bereiche und Berufsfelder. Organisiert wird das Projekt von der Technischen Hochschule Rosenheim und vor Ort von Steffi Panhans begleitet. Über mehrere Monate hinweg nahmen wir an unterschiedlichen Terminen teil – darunter Unternehmensbesuche, ein Campus-Aufenthalt sowie Online-Veranstaltungen. Ziel war es, realitätsnahe Eindrücke davon zu vermitteln, wie es ist, als Frau in einem MINT-Beruf zu arbeiten. Unser erstes Treffen war ein Kick-off in der Firma „Tech Division“. Dort wurde das Projekt vorgestellt, verschiedene Unternehmen präsentierten sich und wir konnten Schülerinnen anderer Schulen kennenlernen. Besonders hilfreich war zudem ein Workshop mit Richard Schneider zum Thema „erfrischend auftreten“, der uns auf unsere spätere Abschlusspräsentation vorbereitete. Ein besonders spannender und wertvoller Bestandteil des Programms waren die Unternehmensbesuche. Allein die Möglichkeit, Firmen kennenzulernen und mit Mitarbeiterinnen ins Gespräch zu kommen, war eine einzigartige Erfahrung. Unsere Gruppe besuchte drei unterschiedliche Unternehmen: Bei der Nowofol Kunststoffprodukte GmbH in Siegsdorf erhielten wir Einblicke in die Herstellung von Kunststofffolien. Wir durften die Produktionshalle besichtigen, Materialtests im Labor beobachten und teilweise selbst durchführen sowie Einblicke in Lagerung und Versand der Produkte gewinnen. Der zweite Besuch führte uns zu Heidenhain, einem Unternehmen für hochpräzise Mess- und Steuerungstechnik. Dort konnten wir verschiedene Bereiche kennenlernen – von Physik über Informatik bis hin zur Technik. Besonders beeindruckend war die Größe des Unternehmens und die Vielzahl an Fachrichtungen, die dort zusammenarbeiten. Als drittes Unternehmen lernten wir die Brückner Maschinenbau GmbH kennen. Neben Informationen zur Produktion und internationalen Zusammenarbeit blieb uns vor allem die Nachhaltigkeitsinitiative „Yes, we care“ in Erinnerung. Uns wurde dabei bewusst, wie viele einzelne Schritte notwendig sind, bis ein fertiges Produkt entsteht und wie viele Unternehmen im Hintergrund eine entscheidende Rolle spielen, ohne dass man sie im Alltag wahrnimmt. Unser Fazit zu den Firmenbesuchen: In allen Unternehmen wurde großer Wert darauf gelegt, uns umfassend zu informieren. Besonders die Mitarbeiterinnen nahmen sich viel Zeit, um über berufliche Möglichkeiten für Frauen in MINT-Berufen zu sprechen. Alle unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet, und wir erhielten spannende Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche. Neben den Unternehmensbesuchen fanden auch mehrere Online-Veranstaltungen statt. Dabei kamen wir unter anderem mit Studentinnen der TH Rosenheim ins Gespräch. Wir führten ein Experiment zum Thema Nachhaltigkeit durch, bei dem wir selbst mit Kunststoffmaterialien arbeiten konnten. Ein weiteres besonders interessantes Thema war die Vereinbarkeit von MINT-Berufen und Familie, zu dem Nicole Strübbe ihre persönlichen Erfahrungen mit uns teilte. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Campus Chiemgau der TH Rosenheim in Traunstein. Dort konnten wir den Studienalltag hautnah erleben und technische Geräte wie 3D-Drucker, Lasercutter und VR-Brillen selbst ausprobieren. Den Abschluss bildete eine Präsentationsveranstaltung an der TH Rosenheim, bei der alle Teams ihre Erfahrungen vor Familienmitgliedern vorstellten. Zusätzlich gab es kreative Teamaufgaben, bei denen wir gemeinsam Lösungen entwickeln mussten. Fazit: Insgesamt können wir das Projekt sehr empfehlen – nicht nur für Schülerinnen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, sondern auch für diejenigen aus anderen Zweigen. Das Programm bietet eine einmalige Gelegenheit zur beruflichen Orientierung und eröffnet neue Perspektiven. Wir finden es außerdem sehr positiv, dass unsere Schule dieses Projekt unterstützt, uns die Teilnahme ermöglicht und uns dafür vom Unterricht freigestellt hat. Bericht und Bilder: Emma Henrich, Nele Henrich und Anna Kurzmann
In diesem Jahr haben unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 erneut am „Känguru der Mathematik“ teilgenommen. Der international bekannte Wettbewerb fand am 19. März 2026 statt und begeisterte rund 6 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern. Unser LTG war dabei eine von fast 13.000 deutschen Schulen, die insgesamt etwa 920.000 Schülerinnen und Schüler ins Rennen schickten. Innerhalb von 75 Minuten mussten die Teilnehmenden eine Vielzahl von Multiple-Choice-Aufgaben lösen. Neben fundierten Kenntnissen des Schulstoffs waren dabei vor allem kreatives Denken und ausgeprägte Problemlösungsfähigkeiten gefragt. Da falsche Antworten zu Punktabzügen führen, ist reines Raten meist keine erfolgversprechende Strategie. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten unabhängig von ihrer Punktzahl einen Preis. Besonders gute Leistungen werden zusätzlich ausgezeichnet. Über den 3. Preis durften sich Josefine Aigner, Marinus Breitrainer, Ina Gully, Luise Hoppe, Katharina Kronast, Ludwig Meissner, Anna Sanner, Marlis Simon und Sophie Zimmermann freuen. Den 2. Preis erreichten Linda Greisinger, Sofia Lex, Leonhardt Liebhardt, Marian Tauber und Isabella Tosun. In diesem Jahr konnten wir gleich zwei Gewinnerinnen des 1. Preises feiern: Pia Demmel und Sophie Demmel! Wir sind stolz auf die beeindruckenden Leistungen und das große mathematische Talent an unserer Schule. Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Bericht: Christoph Thiele Bilder: Irina Baum
Ende Mai tauschte das P-Seminar Latein von Herrn Huber das Klassenzimmer gegen das Ausstellungszentrum im Lokschuppen Rosenheim. Fachwissen und lebendige Geschichte Unter der fachkundigen Leitung von Cornelia Beblo tauchten die Schülerinnen und Schüler tief in die aktuelle Römerausstellung ein. Frau Beblo beeindruckte nicht nur mit ihrem enormen Fachwissen, sondern ging auch geduldig und ausführlich auf die vielen Detailfragen der Gruppe ein. Die Führung bot wertvolle Einblicke, die weit über das Schulbuch hinausgehen – eine perfekte Basis für unser großes Projekt. Kreative Ideen für den „Dies Latinus“ Nach der Theorie folgte die Praxis: Im anschließenden Workshop wurde es handwerklich. Die Seminarteilnehmer fertigten Lederarmbänder mit individuellen Gravuren an. Diese kreative Station lieferte uns eine hervorragende Vorlage für unseren eigenen „Dies Latinus“. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und der Besuch im Lokschuppen hat noch einmal einen ordentlichen Motivationsschub gegeben. Wir freuen uns darauf, das Gelernte bald an die „Nachwuchs-Lateiner“ weiterzugeben. Bericht und Bilder: Leonhard Huber